Learnings & interessante News

Lüsselworte

Hier finden Sie kleine Gedankenanregungen, Learnings, die ich mit Ihnen teilen möchte oder einfach Interessantes aus meinem Erfahrungsschatz.

Angst vor Verlusten wiegt schwerer als die Hoffnung auf den Erfolg.

Wie oft hört man im Beruflichen wie Privatem, dass etwas eh keinen Sinn mache? „Mit dem braucht man eh nicht zu reden“, „Lassen wir das, hinter klappt das eh wieder nicht“, „Wer sagt denn, dass es überhaupt etwas bringt?“

Diese sogenannten Killerphrasen decken ein völlig natürliches Verhaltensmuster auf: Die Angst vor Verlust. Diese wiegt nämlich bedeutend schwerer als die Hoffnung auf Erfolg, selbst wenn diese auf einer Wahrscheinlichkeitsskala dieselben Werte aufwiesen.

Angst vor Risiko kann Leben retten. So war es zumindest im Laufe der Evolution. Ein Mammut zu erlegen brächte bei Erfolg die Chance ein, viele Stammesmitglieder durch den Winter zu bringen. Bei dem Versuch könnten aber auch Mitglieder sterben. Ein durchaus berechtigter Einwand, es deshalb nicht zu versuchen. Menschen, die übermäßig zuversichtlich an sowas herangegangen sind, sind häufiger Risiken eingegangen und wer nicht mehr lebt, kann sich nicht mehr fortpflanzen. Ein Stamm, der nicht aufpasst, „weil schon nichts Schlimmes passiert“ könnte des Nachts überfallen werden – von Mensch oder Tier. Die Angst vor Verlust hat die Menschheit vor dem Aussterben bewahrt.

Doch sie bremst uns gleichzeitig auch aus. Menschen schätzen aufgrund dieser Angst Wahrscheinlichkeiten oft falsch ein. Heißt es zum Beispiel beim Autokauf, mit dem extra Sicherheitspaket für 9.000€ würde man bei einem Unfall zu 100% überleben, ohne dieses stünden die Chancen nur noch bei 99%. Manch einer würde über den Kauf des Paketes nachdenken. Wenn es dann bei einem Action-Urlaub heißt, wenn man mit dem Fahrrad den Berg hinunter rast könnte man zu 67% auch einen tödlichen Unfall haben. Mit diesem tollen Super-Helm für nur 1.900 € liegt die Wahrscheinlichkeit nur noch bei 68%. Beim Autokauf klang dieses eine Prozent deutlich attraktiver als in dieser Konstellation.

Klar, sagen Sie vielleicht, es ist ja auch ein völlig anderer Umstand. Doch die Differenz der Wahrscheinlichkeiten ist exakt dieselbe. Dennoch löst sie in dem einen Szenario so viel Unbehagen aus, dass man sich vorstellen könnte, eine große Extra-Summe zu zahlen, obwohl die Wahrscheinlichkeit, einen Unfall zu überleben, schon enorm hoch ist. Beim Action-Urlaub war man sich der Risiken sicher bewusst und einen Abhang mit einem Fahrrad hinunterzufahren ist doch immer gefährlich. Der gleiche mathematische Abstand der Wahrscheinlichkeiten fällt je nach Kontext unterschiedlich ins Gewicht.

Dieses Wissen, ist im Marketing in der Kommunikation sehr wertvoll. Aber auch für das eigene Unternehmen und die Mitarbeitendenführung ist es hilfreich, solche Mechanismen zu kennen. Wird eine Investition nicht getätigt, weil der Verlust wirklich wahrscheinlicher ist, als der Erfolg? Beobachten Sie Ihr Team und entdecken Sie die Zeichen der Verlustangst.

Gerade im Innovationsmanagement ist es unabdingbar, solche psychologischen Mechanismen zu kennen, um damit arbeiten zu können. Man kann Menschen nur dann in die gewünschte Richtung lenken, wenn man versteht, wie sie ticken. Ganz gleich ob es um Kund*innenverhalten geht oder um das Kollegium.

Mehr Informationen unter „Prospect Theory“.

Kreativität ist die Fähigkeit, um die Ecke zu denken, über den Tellerrand zu sehen und ungesehene Verbindungen herzustellen. In uns allen steckt Kreativität, sie ist der Schlüssel in der Lösungsfindung. Manch einem von uns ist sie als Gabe in die Wiege gelegt, es gibt aber auch Techniken, mit der Kreativität bewusst hervorgerufen und zur Ideenentwicklung genutzt werden kann.

Kreativität wird leider sehr schnell blockiert. Nicht nur von sogenannten Killerphrasen, sondern auch die Wahl der falschen Kreativitätstechnik kann schon dafür sorgen, dass die Ideenfindung scheitert. Ebenso sind Gruppenatmosphäre und -Konstellation entscheidend für ein erfolgreiches Brainstorming und dem Entwickeln neuer Innovationen.

Ich bin selbst ein Mensch mit einem sogenannten kreativen Gehirn. Mir fällt es leicht, Ideen und Lösungen zu Problemen zu entwickeln, selbst wenn sie nicht mal ausgesprochen wurden. Kreativität ist die Grundlage für eine erfolgreiche Lösungsfindung. Doch viel wichtiger ist es, im Team kreativ zu sein. Ein Unternehmen oder ein Projekt lebt von der Zusammenarbeit des Teams. Je mehr Köpfe desto besser, denn keiner kann allein alles mitdenken, bringt niemals allein die Menge an Erfahrungen und Wissen mit. Doch damit die vielen Köche nicht den Brei verderben, bedarf es Struktur und Moderation.

Durch meine Studienabschlüsse in der Lernforschung sowie der Wirtschaftspsychologie bin ich geschult, genau diese Schlüsselrolle zu übernehmen. Ich mache aus Ihrem Team eine kreative Gemeinschaft, die neue Lösungen für Ihre Unternehmenszukunft bringt.

Ein Stimulus wirkt nur dann, wenn er auch wahrgenommen wird.

In einer Welt der Informationsüberreizung ist leiser werden, das neue Laut, Schwarz-Weiß das neue bunt oder kurze Rede der lange Sinn.